Kultur im digitalen Zeitalter


Heute im Jahr 2015 kann man vielleicht nicht mehr von einer digitalen Revolution sprechen. Die Zeiten in denen die technologische Entwicklung und digitaler Medien und Kommunikationsformen unseren Alltag in einem rasanten Tempo veränderten, scheinen vorbei. Oder wir haben uns einfach inzwischen an die Geschwindigkeit gewöhnt. Denn noch immer ist unsere Gesellschaft, die Medien, die Politik und auch die Kultur den Veränderungen, durch neue digitale Entwicklungen ausgesetzt. Spotify und Netflix sind dabei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, die vor allem den Bereich von Kultur (Musik und Film) besonders beeinflusst haben.

Worin  sich die Geister scheiden, ist die Frage, ob die Entwicklung, welche die digitalen Medien und Technologien in Gang gesetzt haben, positiv oder negativ zu bewerten sind.  Soziale Medien und Streamingdienste machen es beispielsweise Newcomern so einfach wie selten zuvor ihre eigene Musik auch ohne Vertrag bei einem großen Musiklabel zu veröffentlichen und zu promoten. Damit wird ebenso die musikalischen Vielfalt gefördert. So zumindest lauten einige der Argumente der Optimisten. Die Pessimisten entgegnen darauf in der Regel, dass somit insgesamt die Qualität kultureller Produktionen sinkt zugunsten der Quantität. Durch die steigende Anzahl an Amateurproduktionen würde es somit schwieriger die wirklich hochwertigen Kunst- und Kulturprodukte zu finden und zu finanzieren.

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie so oft in der Mitte. Ohne Zweifel ist jedoch, dass wir uns stärker damit auseinandersetzen müssen, wie digitale Kommunikation (z.B. WhatsApp) und Technologien unsere Art zu Leben verändert. Denn nur so können wir auch Einfluss darauf nehmen, wie diese Veränderungen unser Leben betreffen sollen. Dies gilt für alle Bereiche. Unser Privatleben, die Politik und ebenso für Kunst und Kultur.


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